Was ist MCP?
MCP steht für Model Context Protocol — ein offener Standard, der definiert, wie KI-Agenten mit externen Systemen kommunizieren.
Das Problem vorher: Für jede Verbindung zwischen Agent und System schreibt ein Entwickler eigenen Code. CRM-Anbindung? Eigener Code. Google Workspace? Eigener Code. Dokumentenablage? Noch mehr Code. Jede Integration ist anders gebaut.
Mit MCP: Jeder Dienst spricht dasselbe Protokoll. Ein Agent, der MCP versteht, kann sofort mit jedem MCP-Server kommunizieren — ohne neue Programmierung.
Wie funktioniert MCP?
Das Besondere an MCP ist die Selbstentdeckung: Beim Verbinden fragt der Agent jeden MCP-Server "Was kannst du?" — der Server antwortet mit einer Liste seiner Werkzeuge. Der Agent entscheidet dann selbst, welches Tool er für seine Aufgabe braucht.
Niemand muss vorab festlegen, was der Agent darf. Der Agent erkennt automatisch, was verfügbar ist.
Konkretes Beispiel:
- Ohne MCP: CRM-Anbindung (eigener Code), Google-Anbindung (eigener Code), Dokumenten-Anbindung (eigener Code) — drei verschiedene Integrationen
- Mit MCP: Drei MCP-Server aufsetzen (CRM, Google, Dokumente). Jeder Agent kann sofort auf alle drei zugreifen — und jeder neue Agent funktioniert ebenfalls sofort
MCP wird zum plattformübergreifenden Standard. Auch Microsoft Copilot unterstützt es bereits.
Warum ist das wichtig für KMU?
MCP löst ein konkretes Problem: Integrationsaufwand. Ohne MCP muss für jedes neue System neuer Code geschrieben werden. Mit MCP setzt du einmal einen Server auf — und jeder Agent versteht ihn sofort.
Für KMU heisst das: geringere Entwicklungskosten, schnellere Anbindung neuer Systeme und weniger Abhängigkeit von einzelnen Entwicklern. Du baust keine Insellösungen mehr, sondern ein Ökosystem, in dem sich alles versteht.
Dieses Konzept in der Praxis: Webplattformen der Zukunft