Was ist Kontext?
Alles, was du schreibst, plus alles, was die KI antwortet — das ist der Kontext. Es ist buchstäblich alles, was die KI in diesem Moment "weiss".
Sobald das Gespräch endet: vergessen. Nächste Session = kompletter Neustart. Die KI hat kein Langzeitgedächtnis aus sich heraus.
Wie funktioniert Kontext?
Stell dir ein Gespräch als wachsendes Dokument vor. Alles, was darin steht, kann die KI für ihre nächste Antwort nutzen:
- Neues Gespräch: Die KI weiss nichts. Kein Vorwissen, keine Präferenzen, kein Kontext.
- Laufendes Gespräch: Je mehr du schreibst und besprichst, desto mehr Kontext baut sich auf. Die KI versteht, worum es geht, was du erwartest, welche Entscheidungen bereits getroffen wurden.
- Kontextfenster voll: Bei sehr langen Sessions wird es eng. Ältere Teile des Gesprächs werden de-priorisiert — die KI vergisst frühe Anweisungen, ohne dass du es merkst.
Das ist gefährlich, weil es nicht sichtbar ist. Die KI sagt nicht "das weiss ich nicht mehr". Sie antwortet einfach weiter — aber ohne Zugriff auf frühere Entscheidungen.
Warum ist das wichtig für KMU?
Kontext ist der wichtigste Hebel für bessere KI-Ergebnisse. Zwei praktische Konsequenzen:
- Gib der KI Kontext aktiv mit: Statt "Schreib eine E-Mail" besser "Schreib eine E-Mail an Kunde Meier, der seit 3 Jahren Kunde ist und gerade eine Restrukturierung plant. Ton: direkt, nicht zu formell."
- Sichere wichtigen Kontext extern: Führe ein Memory File — ein einfaches Textdokument mit Entscheidungen, Zwischenergebnissen und Rahmenbedingungen. Bei neuem Gespräch kopierst du es rein, und die KI ist sofort auf Stand.
Die Qualität deiner KI-Ergebnisse ist direkt proportional zur Qualität des Kontexts, den du lieferst.